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So verabreicht man Pferden Medikamente

21.05.2015 um 08:47 (Letzte Aktualisierung: 10.01.2020)


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Wenn Pferde Medikamente oder eine Wurmkur brauchen, sind sie oft gar nicht begeistert. Das ist erst einmal verständlich, wenn man die Natur des Pferdes betrachtet. Denn die Steppentiere fressen selektiv, sie suchen instinktiv die Gräser und Kräuter, die ihnen schmecken und die gesund für sie sind. Medikamente schmecken oft bitter, genau wie Giftpflanzen, und werden deshalb abgelehnt.

Medikamentenverabreichung mit Spritze

Für Medikamente und Wurmkuren, die übers Maul verabreicht werden müssen, bedeutet das in vielen Fällen ein Problem. Denn es ist ausgesprochen schwierig, einem Pferd, das sich dagegen wehrt, Medikamente aufzuzwingen. Der Kampf, der dann in vielen Fällen entsteht, ist in jeder Beziehung kontraproduktiv. Zum einen ist er für die Beziehung und das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Pferd naturgemäß nicht gerade zuträglich. Zum anderen kommen auf diese Weise die wichtigen Arzneimittel am Ende gar nicht oder nicht vollständig im Pferdemagen an.

Auch der Versuch, Tabletten oder Pulver mit dem normalen Kraftfutter zu vermischen, scheitert oft. Denn Pferde riechen und schmecken den „Betrug“ in der Regel sofort und sortieren die Medikamente mit ihren beweglichen Lippen einfach aus oder verweigern das Futter komplett. Man sollte Medizin auch nicht ins Trinkwasser schütten. Denn dann besteht die Gefahr, dass das Pferd das Trinken einstellt. Eine gefährliche Situation, denn Flüssigkeitsmangel kann schnell schwere gesundheitliche Folgen haben und sogar lebensgefährlich werden.

Es ist also wichtig, dem Pferd die Medikamente selber zu verabreichen. Globuli oder Pillen kann man zum Beispiel in einem Stück Banane oder einem Stück Apfel „verstecken“ und die Mogelpackung wie ein Leckerchen verfüttern. Manchmal kommt man aber nicht drumrum, dem Vierbeiner Wurmkur, Pasten oder Flüssigkeiten mit einer großen Spritze ohne Kanüle oder einem Wurmkur-Dossier zu verabreichen. Das sollte man schon mit dem gesunden Pferd üben, im Idealfall schon in den ersten Lebensmonaten, damit im Ernstfall alles reibungslos funktioniert. Diese Trainingseinheiten sollten stressfrei und spielerisch gestaltet werden, damit das Pferd sie mit positiven Erfahrungen verknüpft. Wichtig ist deshalb, sich Zeit zu nehmen und das Pferd auch nach kleinen Erfolgsschritten ausgiebig zu loben.

Zunächst stellt man sich seitlich neben das Pferd, umfasst mit einer Hand sanft die Nase und streichelt mit der anderen den Maulwinkel. Akzeptiert das Pferd diese Prozedur gelassen, kann man ihm den Zeigefinger ins Maul schieben. Wenn auch das klappt, nimmt man eine leere, gut ausgewaschene Spritze oder Wurmkur-Dossier und füllt diesen mit dünnem Apfelmus oder Bananenbrei und schiebt diese statt des Zeigefingers vorsichtig ins Maul und spritzt nach und nach kleine Portionen heraus. Die meisten Pferde schlecken die Leckerei mit Begeisterung und freuen sich schon bald auf die Spritze.

Ist dann gelegentlich etwas in der Spritze, das nicht ganz so lecker ist, akzeptieren die Vierbeiner das in der Regel ohne große Probleme. Zusätzlich kann man aber einiges tun, um bittere Medizin zu versüßen. Gut gekühlt riechen die meisten Medikamente weniger intensiv und werden deshalb besser akzeptiert. In Absprache mit dem Tierarzt kann man Pulver, Pasten und Flüssigkeiten zudem vor der Verabreichung mit Wasser oder Apfelsaft verdünnen.
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Zuletzt geändert am/um: 10.01.2020 um 16:13

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