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Steigendes Pferd - Wenn Pferde in die Luft gehen

30.04.2015 um 23:32 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Kaum etwas ist bei Reitern so gefürchtet wie unkontrolliertes Steigen. Zu Recht, denn wenn Pferde in die Luft gehen, besteht die Gefahr, dass sie das Gleichgewicht verlieren und nach hinten kippen - eine lebensgefährliche Situation für Pferd und Reiter. Auch deshalb sollte man Steigen immer ernst nehmen und schnell professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Dabei führt der erste Weg zum Tierarzt.

Steigendes Pferd

Denn gelegentlich quälen starke Schmerzen, ausgelöst zum Beispiel durch Rückenbeschwerden oder Zahnprobleme ein Pferd so, dass es nur noch den Ausweg nach oben sieht. Auch ein zu enger Sattel kann zum Steigen führen. Der Tierarzt sollte auch die Fütterung überprüfen. Denn auch Fütterungsfehler wie zu viel Kraftfutter und zu wenig gutes Raufutter, ein gestörter Elektrolythaushalt oder Magnesiummangel können für nerviges Verhalten, Schreckhaftigkeit und Steigen verantwortlich sein.

Sind körperliche Ursachen ausgeschlossen, sollte man das Training genau unter die Lupe nehmen. Psychische und körperliche Überforderung und harte, unfaire Trainingsmethoden können das Pferd dazu bringen, dass es sich den Reiterhilfen durch Steigen entzieht. Steigen Pferden am Boden, zum Beispiel beim Führen, wurden in der Regel Fehler in der Grunderziehung gemacht. In jedem Fall sollte man sofort einen erfahrenen Ausbilder hinzu ziehen und gleichzeitig Fütterung und Haltung optimieren. Denn ist das Steigen erst einmal zur Angewohnheit geworden, lässt es sich nur schwer und langwierig therapieren.

Anfänger und unsichere Reiter haben auf potentiellen Steigern natürlich nichts zu suchen. Viel zu groß ist die Gefahr, dass sie aus Angst oder fehlender Erfahrung mit den Beinen klemmen, an den Zügeln ziehen und so im schlimmsten Fall das Pferd aus dem Gleichgewicht bringen. Zudem spürt ein Pferd die Angst und andere Emotionen des Reiters sofort und wird dadurch unter Umständen erst Recht zum Steigen provoziert.

Richtig reagiert man, indem man sich leicht nach vorne beugt, gefühlvoll vorwärts treibt und tief durchatmet. Ein gut ausbalancierter Reiter muss sich auch auf einem steigenden Pferd nicht festhalten - im Notfall ist es aber erlaubt, in die Mähne zu greifen - die Zügel sind tabu. Zurück am Boden sollte man sofort vorwärts reiten und das Pferd ruhig gymnastizieren. Strafen, wenn das Pferd wieder "gelandet" ist, ist kontraproduktiv.

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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 15:03

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